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1 · Warum Risiko-Management vor der Strategie kommt

Ohne Rahmen wird jeder Fehler teuer

Viele Menschen investieren mehr Zeit in Indikatoren als in die Frage: „Was darf mich dieser Trade kosten?“ Genau diese Zahl entscheidet, ob du nach einer Verlustserie weitermachen kannst – oder aufgeben musst.

Drei Ebenen von Risiko

  • Risiko pro Trade – wie viel Prozent deines Kontos du bei einem einzigen Trade verlieren kannst.
  • Risiko pro Tag / Woche – wie groß ein schlechter Zeitraum maximal sein darf.
  • Gesamtrisiko – welcher maximale Drawdown für dich psychisch und finanziell aushaltbar ist.

Was dieses Modul klärt

  • Konservative Richtwerte für Risiko pro Trade.
  • Wie du Positionsgrößen aus Stopp-Abstand und Kontogröße berechnest.
  • Warum ein Minus von 50 % mehr als 50 % Gewinn zum Ausgleich braucht.

Du musst kein Profi werden. Aber ohne einfachen Risikorahmen wird selbst eine gute Strategie langfristig kaum überleben.

2 · Wie viel pro Trade? – typische Rahmen

Riskierst du einen Chip – oder den ganzen Tisch?

Profis denken selten in „Einsatz“, sondern in Prozent vom Gesamtkonto. Kleine Prozente wirken harmlos – aber sie entscheiden, ob eine Verlustserie für dich noch ein Lernkapitel ist oder ein Knock-out.

Konservative Richtwerte

  • 0,25–0,5 % pro Trade – sehr vorsichtig, geeignet für Lernphase.
  • 1 % pro Trade – typische Obergrenze vieler seriöser Trader.
  • Über 2 % pro Trade – aggressiv, kann kleine Serien sehr teuer machen.

Was zu dir passt

  • Wie lange du dein Lernkapital psychisch und finanziell aushältst, wenn es mal schlecht läuft.
  • Ob du noch andere Verpflichtungen hast (Familie, Selbstständigkeit, Kredite).
  • Ob du Trading als Lernprojekt siehst – oder als „Notlösung“, um ein Loch zu stopfen.

In unserem Kurs gehen wir davon aus, dass du klein beginnst. Deswegen arbeiten viele Beispiele mit 0,5 % Risiko pro Trade oder weniger.

3 · Mini-Rechner: Wie groß darf deine Position sein?

Positionsgröße aus Konto, Risiko und Stopp-Abstand

Der häufigste Fehler: Erst Stückzahl wählen, dann hoffen, dass das Risiko schon „passt“. Professioneller ist es umgekehrt: Du legst das Risiko fest – der Rechner sagt dir, wie viele Stücke daraus werden.

Gesamtbetrag, den du für dieses Konto eingeplant hast (z. B. in €).
Typisch: 0,25–1 % in der Lernphase.
Differenz zwischen Einstiegskurs und Stopp (z. B. 10 € pro Aktie).

Dieser Rechner ersetzt keine vollständige Beratung. Er hilft dir nur, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie klein eine Position werden kann, wenn du Risiko wirklich ernst nimmst.

4 · Drawdowns: Warum ein Minus von 50 % so weh tut

Verluste in Prozent – und der Weg zurück

Ein Minus von 50 % „fühlt“ sich halb so schlimm an wie 100 % Verlust. Mathematisch ist der Weg zurück allerdings viel länger. Diese Tabelle macht das greifbar.

Drawdown Benötigter Gewinn, um wieder auf 0 zu kommen Kommentar
-10 % +11,1 % Unangenehm, aber mit guter Strategie realistisch auszugleichen.
-20 % +25 % Viele fühlen hier schon starken Druck, Fehler nehmen zu.
-30 % +42,9 % Es dauert spürbar länger, psychisch sehr anspruchsvoll.
-50 % +100 % Du musst dein Geld verdoppeln, nur um wieder bei 0 zu sein.

Deine wichtigste Aufgabe ist nicht, jeden Gewinn mitzunehmen – sondern große Drawdowns zu verhindern. Genau dafür sind kleine Risikoprozent pro Trade da.

5 · Checkliste für dein persönliches Risikoprofil

Bevor du den Simulator mit echten Zahlen fütterst

Nimm dir ein Blatt Papier oder eine Notiz-App und beantworte die folgenden Punkte. Sie bilden den Rahmen für alle späteren Übungen im Trading-Simulator.

  • Wie hoch darf dein maximaler Drawdown in diesem Lernprojekt sein (z. B. 10 oder 20 %)?
  • Welchen Prozentsatz pro Trade möchtest du in der Lernphase maximal riskieren?
  • Nach wie vielen Verlust-Trades in Folge legst du verpflichtend eine Pause ein?
  • Welche Summe ist „Lernkapital“ – und welches Geld darf auf keinen Fall angetastet werden?
  • Mit wem kannst du über deine Regeln sprechen, damit du sie nicht spontan änderst?

In den nächsten Modulen verknüpfen wir diese Antworten mit dem Trading-Simulator und mit echten Kursverläufen. So bleibt Trading ein Lernprojekt – und nicht der Versuch, ein Loch im Konto auf einen Schlag zu schließen.