Schritt 1 – Marktphasen verstehen

Was Zahlen dir wirklich zeigen (und was nicht)

Renditen kommen selten gleichmäßig. Märkte laufen in Phasen: starker Anstieg, Seitwärtsbewegung, Rückgang. Wer nur die guten Jahre sieht, unterschätzt Risiko und Durchhaltevermögen.

Phase A – Aufschwung

Mehrere gute Jahre hintereinander

Beispiel: +8 % bis +25 % pro Jahr

In solchen Phasen sehen Charts traumhaft aus. Viele steigen erst dann ein – oft, wenn die größten Anstiege schon gelaufen sind.

Phase B – Seitwärts

Es tut sich gefühlt „nichts“

Beispiel: −5 % bis +5 % pro Jahr

Kurse schwanken, aber unterm Strich passiert wenig. Viele werden ungeduldig, werfen hin oder wechseln ständig die Strategie.

Phase C – Rückgang/Crash

Starke Rückgänge in kurzer Zeit

Beispiel: −20 % bis −50 % in einem Jahr

In diesen Phasen zeigt sich, wer sein Risiko verstanden hat. Viele Verkaufen am Tief – genau dort, wo später Erholungen starten könnten.

Die Beispiele auf dieser Seite sind symbolisch. Sie sollen dir ein Gefühl geben, wie ungleich und phasenweise Renditen auftreten können – nicht die Zukunft vorhersagen.

Schritt 2 – Beispiel: breiter Markt

Vereinfachte Jahresrenditen – breiter Markt

Die folgende Reihe steht symbolisch für einen breit gestreuten Markt über mehrere Jahre. Du siehst: Auch hier gibt es gute und schlechte Jahre – die Durchschnittszahl allein erzählt nicht die ganze Geschichte.

Beispiel 1 – Schwankende Jahresrenditen

Jeder Balken steht für ein Jahr. Grün: Gewinnjahr, Rot: Verlustjahr.

Jahr Beispiel-Rendite Relativer Verlauf
Gewinnjahr (positiv)
Verlustjahr (negativ)
Balkenlänge = Stärke der Bewegung

Was du aus der Reihe lernen kannst

Drei typische Beobachtungen, wenn du so eine Reihe anschaust:

Durchschnitt: Bestes Jahr: Schlechtestes Jahr:
  • Gute Jahre und schlechte Jahre wechseln sich ab – selten ist es „immer gut“ oder „immer schlecht“.
  • Ein paar starke Jahre können schwächere Jahre ausgleichen – aber nur, wenn du in Rückgängen nicht panisch aussteigst.
  • Wer nur die besten Jahre zeigt, lässt einen wichtigen Teil des Risikos weg – nämlich die Durststrecken.

Die hier gezeigten Werte sind bewusst vereinfacht. In der Realität sind Renditen unregelmäßig, und Gebühren, Steuern sowie dein persönliches Verhalten spielen eine große Rolle.

Schritt 3 – Beispiel: Krypto-Asset

Vereinfachte Jahresrenditen – Krypto ist extremer

Die zweite Reihe steht symbolisch für ein einzelnes, stark schwankendes Krypto-Asset. Hier siehst du, wie extrem Ausschläge nach oben und unten sein können.

Beispiel 2 – Starke Ausschläge

Diese Reihe ist deutlich wilder: hohe Gewinne, tiefe Abstürze, dazwischen ruhigere Jahre.

Jahr Beispiel-Rendite Relativer Verlauf
Gewinnjahr (positiv)
Verlustjahr (negativ)
Balkenlänge = Stärke der Bewegung

Was die Krypto-Reihe zeigt

Hier geht es nicht darum, ein bestimmtes Projekt zu bewerten, sondern das Gefühl für Volatilität.

Durchschnitt: Bestes Jahr: Schlechtestes Jahr:
  • Extreme Gewinnjahre klingen verlockend – aber sie gehen oft mit Phasen einher, in denen die Kurse zuvor stark gefallen sind.
  • Tiefe Abstürze von −60 % oder mehr in einem Jahr sind möglich – und fühlen sich in der Realität sehr viel schlimmer an als auf einer Grafik.
  • Wer nur die Spitzenjahre im Kopf hat, unterschätzt, wie viel Nervenkraft und Reserven man für solche Schwankungen braucht.

Auch diese Werte sind symbolisch. Sie ersetzen keine eigene Recherche und keine Risikoeinschätzung. Krypto eignet sich nur für einen kleinen, bewusst gewählten Teil des Vermögens – wenn überhaupt.

Schritt 4 – Einordnung & nächste Bausteine

Was bedeutet das für deinen Weg?

Zahlen sind wichtig – aber sie sind nur ein Teil des Bildes. Mindestens genauso wichtig sind dein Verhalten, deine Sicherheit und dein persönliches Risikoempfinden.

Simulation: Wie fühlt sich eine Serie an?

In der Zahlenansicht sieht eine Verlustserie „nur“ wie ein paar rote Balken aus. Im Simulator erlebst du, wie sich so eine Phase auf deinen Kontostand und dein Gefühl auswirkt.

Zum Trading-Simulator

Wenn du trotzdem traden willst

Auf der Seite „Regeln & Rahmen“ findest du eine einfache Struktur: Mindestbasis, Spielgeld-Ansatz und klare Stopps – für den Fall, dass du bewusst kleine Beträge zum Lernen einsetzen möchtest.

Zu Regeln & Rahmen

Die FSA Akademie ersetzt keine individuelle Beratung. Sie hilft dir, Fragen zu stellen, Zahlen besser zu verstehen und bewusste Entscheidungen zu treffen – statt Blindflug und Hype.