Modul 2 gehört zum passwortgeschützten Trading-Grundkurs der FSA Akademie. Bitte öffne zuerst die
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Dieses Modul gibt dir eine Landkarte: Welche Märkte und Produkte es überhaupt gibt, wie sie sich unterscheiden
– und welche Bereiche für Einsteiger sinnvoll sind, bevor es komplex wird.
Ziel: Du kannst einordnen, auf welchem Spielfeld du dich bewegst – statt blind einem Produkt oder Trend zu folgen.
1 · Warum eine Markt-Landkarte so wichtig ist
Ohne Landkarte sieht alles gleich aus – bis es weh tut
Wer zum ersten Mal mit Trading, Krypto oder Börse in Kontakt kommt, sieht oft nur: „Da gibt es Chancen“. In
Wirklichkeit unterscheiden sich die Märkte stark bei Risiko, Schwankung, Regulierung und Komplexität.
Typische Verwechslungen
Aktien, ETFs und hochgehebelte Produkte landen in einem Topf – obwohl sie sich völlig anders verhalten.
„Krypto“ wird oft als ein einziger Markt gesehen – von Bitcoin bis Meme-Token.
Viele Menschen erkennen nicht, wann sie still investieren – und wann sie bereits aktiv traden.
Was du aus diesem Modul mitnimmst
Du kennst die wichtigsten Märkte und Produkte – in einfacher Sprache.
Du weißt, welche Bereiche für Einsteiger im Vordergrund stehen können – und was eher Theorie bleibt.
Du kannst Aussagen aus Werbung, Social Media oder Gesprächen besser einordnen.
Dieses Modul ist beschreibend, nicht werbend. Es macht aus komplexen Märkten keine „sicheren“ Produkte – es
hilft dir nur, sie voneinander zu unterscheiden.
2 · Karte der Märkte
Die wichtigsten Spielfelder im Überblick
Die folgenden Karten sind eine grobe Einordnung – keine Bewertung. Sie zeigen dir, wofür ein Markt typischerweise genutzt wird,
wie stark er schwankt und wie komplex er in der Praxis ist.
Komplexität: Einsteiger
Komplexität: Fortgeschritten
Komplexität: Profi
Aktien & ETFs
Unternehmensbeteiligungen und Körbe aus vielen Werten.
Einsteiger
Geeignet für langfristigen Vermögensaufbau – je nach Auswahl mit breit gestreuter Streuung.
Schwankungen: moderat bis stark, aber mit historischen Daten über viele Jahrzehnte.
Viele regulierte Broker, vergleichsweise transparenter Rahmen.
Anleihen & Geldmarkt
Staaten oder Unternehmen leihen sich Geld.
Einsteiger
Fokus auf Zinsen und Rückzahlung – eher planbare Zahlungsströme.
Schwankungen meist geringer als bei Aktien, aber Zinsänderungen können stark wirken.
Viele Produkte sind eher für institutionelle Anleger – Privatpersonen nutzen häufig Fonds oder ETFs.
Rohstoffe
Gold, Öl, Gas, Metalle, Agrarprodukte.
Fortgeschritten
Preise hängen stark von globalen Ereignissen, Politik und Nachfrage ab.
Viele Privatprodukte basieren indirekt auf Futures – mit zusätzlicher Komplexität.
Eher Ergänzung als Hauptbaustein für Einsteiger.
Devisen (Forex)
Handel mit Währungspaaren wie EUR/USD.
Fortgeschritten
Sehr liquide, aber hochkompetitiver Markt – viele Profis und Algorithmen.
Oft mit Hebel gehandelt – kleine Schwankungen können große Effekte haben.
Für Einsteiger leicht zugänglich, aber in der Praxis schwer dauerhaft profitabel.
Krypto (Spot)
Direkter Kauf von Coins oder Tokens.
Fortgeschritten
Sehr hohe Schwankungen – zweistellige Tagesbewegungen sind möglich.
Mischung aus etablierten Projekten und spekulativen Tokens – große Spannweite.
Zugang über zentrale Börsen oder dezentrale Protokolle – mit unterschiedlichen Risiken.
Derivate & Hebelprodukte
CFDs, Optionen, Futures, Zertifikate.
Profi
Erlauben Wetten auf Kursbewegungen mit Hebel – Gewinne und Verluste vervielfachen sich.
Dient als Puffer und Sicherheitsnetz – Basis vor aktivem Trading.
Zinsen, Gebühren und Emittenten-Risiken (bei Stablecoins) müssen verstanden werden.
In der FSA Akademie wird der Aufbau eines Sicherheitsbereichs als eigene Stufe betrachtet.
Kein Markt ist per se „gut“ oder „schlecht“. Entscheidender ist, ob er zu deinem Wissen, deinem Zeithorizont
und deiner Lebenssituation passt – und ob du seine Risiken verstehst.
3 · Was gehört für Einsteiger nach vorne – und was nach hinten?
Prioritäten setzen statt überall „ein bisschen“
Viele Konten wirken wie ein bunter Mix aus allem. Dieses Modul hilft dir, klar zu trennen: Welche Bereiche
eignen sich eher als Lern- und Aufbaufeld – und welche sollten erst später oder gar nicht genutzt werden.
Verständliche Produkte mit echter Eigentumsbeteiligung oder breiter Streuung (z. B. Aktien, ETFs).
Krypto-Spot in kleinen, überschaubaren Beträgen – mit Fokus auf Sicherheit und Verwahrung.
Lernen über Preisverläufe, Zyklen und Emotionen – mit Hilfe von Simulator & Zahlen-Seite.
Für später / eher Theorie
Stark gehebelte Produkte (CFDs, Futures, Optionsscheine) – hohe Komplexität, hohe Verlustrisiken.
Reines Daytrading im Forex- oder Krypto-Derivate-Bereich.
Spekulative NFTs oder illiquide Token mit unklaren Grundlagen.
Alles, was du nur aufgrund von „Tipps“ oder kurzfristigen Trends nutzt.
In späteren Modulen lernst du, wie du kleine Beträge als Lernbudget nutzen kannst, ohne deine Basis zu
gefährden. Wichtig ist: Reihenfolge vor Geschwindigkeit.
4 · Krypto-Spezial: Coins, Tokens & Börsen
„Krypto“ ist kein einheitlicher Markt
In Social Media wird oft so getan, als wäre Krypto ein einziger Markt. In der Realität gibt es große
Unterschiede – zwischen Coins, Tokens, Plattformen und Handelsarten.
Coins & Tokens
Coins wie Bitcoin haben meist eine eigene Blockchain – Tokens bauen auf bestehenden Netzen auf.
Zweck, Verteilung, Team und Community unterscheiden sich stark.
Für Einsteiger ist die Auswahl weniger, gut erklärter Projekte sinnvoller als die Jagd nach „dem nächsten 100x“.
Spot vs. Derivate
Spot: du kaufst und hältst den Coin/Token direkt – mit allen Chancen und Risiken.
Derivate: du wettest auf Kursbewegungen, oft mit Hebel – ohne echtes „Besitzen“.
Dieses Modul fokussiert auf Spot – Derivate werden nur erklärt, nicht als Einstieg empfohlen.
Zentral vs. Dezentral
Zentrale Börsen (CEX) verwalten dein Guthaben – du vertraust einer Plattform.
Dezentrale Protokolle (DEX) laufen auf Smart Contracts – du brauchst eigene Wallets und mehr Wissen.
Die tiefe Einordnung von Freiheit vs. Kontrolle folgt in Modul 5 „Zentral vs. Dezentral“.
Krypto kann Teil deiner finanziellen Strategie sein – oder auch nicht. Wichtig ist, dass du verstehst, auf
welcher Ebene du dich bewegst: Technologie, Spekulation, Zahlung, Sparen oder Trading.
5 · Mini-Check: Welche Märkte passen (jetzt) zu dir?
Deine Tendenz – ruhiger Aufbau, Krypto-Fokus oder Mischform?
Dieser Check ist kein „Typentest“, sondern eine Momentaufnahme. Er zeigt, welche Märkte dich gerade
besonders anziehen – und ob das zu deiner Situation passt.
1. Was wünschst du dir in den nächsten 5 Jahren hauptsächlich von deinem Geld?
Stabilen, nachvollziehbaren Aufbau – auch wenn es langsam wirkt.
Chancen in neuen Technologien wie Krypto nutzen – mit mehr Schwankung.
Aktiv Chancen suchen – auch in komplexeren Produkten.
2. Wie viel Zeit möchtest du realistisch pro Woche in Lernen & Monitoring investieren?
1–2 Stunden für Überblick und Struktur reichen mir.
Einige Stunden – ich möchte mich tiefer einarbeiten.
Mehrere Stunden pro Woche – Zahlen, Charts und Strategien interessieren mich.
3. Wie fühlst du dich, wenn ein Investment innerhalb kurzer Zeit 30 % fällt?
Das wäre für mich schwer auszuhalten – ich möchte so etwas eher vermeiden.
Ich könnte es aushalten, wenn ich den Betrag als „Lernbudget“ sehe.
Ich kenne das Risiko – solange ich es bewusst eingehe und begrenze.
4. Was ist dir wichtiger: Kontrolle über dein Geld oder maximale Flexibilität beim Spekulieren?
Kontrolle, Nachvollziehbarkeit und ein klarer Plan.
Mehr Flexibilität und neue Möglichkeiten – aber mit Bewusstsein für die Risiken.
Ich möchte flexibel spekulieren können – Hauptsache, ich kenne mein Risiko.
Egal, welche Tendenz herauskommt: Die Basis aus FSA-Grundkurs, Sicherheitsbereich und Krypto-Sicherheit
bleibt der Startpunkt. Danach kannst du bewusst entscheiden, welche Märkte welchen Anteil in deinem Leben
bekommen.