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Modul 3 gehört zum passwortgeschützten Trading-Grundkurs der FSA Akademie. Bitte öffne zuerst die Kurs-Startseite, gib dort deinen Kurs-Code ein und komm anschließend wieder hierher zurück.

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1 · Drei Phasen: Vor dem Klick, beim Klick, nach dem Klick

Ein Trade ist mehr als ein Knopfdruck

Von außen sieht es nach „Kaufen“ und „Verkaufen“ aus. In der Praxis besteht ein verantwortlicher Trade aus Vorbereitung, Ausführung und Auswertung.

Phase 1

Vor dem Klick

  • Markt, Produkt und Betrag anhand deines Plans wählen.
  • Risiko festlegen: Wie viel darf der Trade maximal kosten?
  • Orderart auswählen, die zu deiner Idee passt.

Phase 2

Beim Klick

  • Die App sendet deine Order an einen Handelsplatz.
  • Dort wird ein passendes Gegenangebot gesucht.
  • Die Order wird ganz, teilweise oder gar nicht ausgeführt.

Phase 3

Nach dem Klick

  • Du siehst Ausführungskurs, Gebühren und Rest-Order.
  • Die Position erscheint im Depot oder in der Wallet.
  • Du dokumentierst Grund, Risiko und Ergebnis des Trades.

Dieses Modul erklärt die Technik. Ob ein Trade überhaupt zu dir, deinem Budget und deiner Lebenssituation passt, klären die anderen Module und der FSA-Grundkurs.

2 · Orderarten in einfacher Sprache

Wie du der Plattform sagst, was genau du willst

Eine Order ist eine Anweisung an den Markt. Orderarten legen fest, wie schnell und wie genau sie ausgeführt werden soll – und wie viel Kursabweichung du akzeptierst.

Market-Order

„Bitte sofort ausführen – zum aktuellen Marktpreis.“

Schnell, wenig Kontrolle
  • Geeignet, wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als der exakte Preis.
  • Bei starken Schwankungen kann der Ausführungskurs deutlich abweichen.
  • In illiquiden Märkten oder mit großen Beträgen vorsichtig einsetzen.

Limit-Order

„Nur ausführen, wenn mein Preis oder besser erreicht wird.“

Kontrolle, evtl. keine Ausführung
  • Du legst einen maximalen Kauf- oder minimalen Verkaufspreis fest.
  • Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Markt deinen Preis erreicht.
  • Sie kann teilweise oder gar nicht ausgeführt werden.

Stop-Order / Stop-Loss

„Wenn dieser Kurs erreicht wird, starte eine Order.“

Schutz & Trigger
  • Wird erst aktiv, wenn der Stop-Kurs erreicht oder durchbrochen wird.
  • Stop-Loss kann Verluste begrenzen – aber nicht auf den Cent genau.
  • In schnellen Märkten sind Kurslücken und Slippage möglich.

Später gibt es Varianten wie Stop-Limit oder OCO. Für Einsteiger reicht es, diese drei Grundtypen sicher zu verstehen und bewusst einzusetzen.

3 · Kosten, die du bei jedem Trade sehen solltest

Dein Ergebnis ist mehr als Ein- und Ausstieg

Viele Einsteiger achten nur auf den Gewinn in Euro. In Wirklichkeit arbeiten immer mehrere Kostenarten im Hintergrund mit.

Direkt sichtbare Kosten

  • Ordergebühren der Plattform oder des Brokers.
  • Börsen- oder Netzwerkgebühren (z. B. Blockchain-Fees).
  • Finanzierungskosten bei gehebelten Produkten über Nacht.

Versteckte / indirekte Kosten

  • Spread: Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
  • Slippage: Ausführung weicht vom angezeigten Kurs ab.
  • Steuern auf Gewinne – je nach Land und Produkt.
Bestandteil Beispiel Wirkung auf dich
Spread Kauf zu 100, sofortiger Verkauf nur zu 99,50 möglich. Du startest im Minus – der Markt muss erst aufholen.
Gebühr 0,10 % auf Kauf und 0,10 % auf Verkauf. Viele kleine Trades summieren sich zu spürbaren Kosten.
Slippage Market-Order bei 100, Ausführung bei 100,80. Dein reales Risiko pro Trade ist höher als geplant.

In den späteren Modulen verknüpfen wir diese Kosten mit konkreten Zahlen im Trading-Simulator. So siehst du, wie viele Übungstrades dein Lernbudget realistisch hergibt.

4 · Ein einfacher Praxis-Workflow

Vom Gedanken zum dokumentierten Trade

Der Ablauf ist überall ähnlich. Dieser Vorschlag hilft dir, eine klare Routine zu entwickeln – zuerst im Simulator, später ggf. mit echtem Geld.

Technische Schritte

  • Markt und Produkt wählen (Aktie, ETF, Krypto-Spot usw.).
  • Orderart und Positionsgröße festlegen.
  • Risiko begrenzen: Stop-Loss oder maximalen Verlust bestimmen.
  • Ordermaske prüfen: Kurs, Stückzahl, Gebühren.
  • Ausführung kontrollieren und Abweichungen notieren.
  • Trade kurz in einer Tabelle oder Notiz erfassen.

Mit der FSA Akademie

  • Erst Basis-Module zu Geld, Risiko und Krypto durchlaufen.
  • Dann den Trading-Simulator nutzen, um diese Schritte zu üben.
  • Eigene Dokumentations-Vorlage anlegen (wir liefern Beispiele).
  • Später mit sehr kleinen Beträgen starten und Routinen testen.
  • Regelmäßig auswerten, welche Trades planvoll waren und welche spontan.

Dieser Workflow macht Trading nicht „sicher“. Aber er hilft dir, klare Schritte zu haben – statt aus dem Bauch heraus auf jede Kursbewegung zu reagieren.

5 · Mini-Übung: Welche Order passt?

Drei Situationen – drei Orderideen

Diese kurze Übung ersetzt keine Beratung. Sie hilft dir nur, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Orderart zu welcher Situation passt.

Situation 1: Du willst sofort eine kleine Position aufbauen, beobachtest den Markt schon länger und der aktuelle Preis ist für dich in Ordnung.

Welche Orderart passt am ehesten?

Situation 2: Du möchtest eine Aktie nur dann kaufen, wenn sie noch etwas günstiger wird – du willst aber nicht ständig in die App schauen.

Welche Orderart passt am ehesten?

Situation 3: Du besitzt bereits eine Position. Wenn der Kurs unter einen bestimmten Punkt fällt, soll sie automatisch verkauft werden.

Welche Orderart passt am ehesten?

Später im Trading-Simulator kannst du diese Situationen mit echten Kursen und Beträgen nachspielen – ohne Risiko, aber mit denselben Entscheidungswegen.